Was der PV-Kostenrechner abbildet
Der Rechner verbindet die wichtigsten Kostenblöcke einer typischen Dachanlage: Photovoltaikleistung, Batteriespeicher, Dachaufwand und einen möglichen Umbau des Zählerschranks. Für die Wirtschaftlichkeitsorientierung werden Jahresertrag, direkter Eigenverbrauch, Strompreis und Einspeisevergütung getrennt gerechnet. Dadurch bleibt sichtbar, welche Annahme das Ergebnis verändert.
Die ausgegebene Spanne ist bewusst breit. Angebote unterscheiden sich nicht nur durch Module und Wechselrichter, sondern auch durch Gerüst, Unterkonstruktion, Kabelführung, Überspannungsschutz, Zählerschrank, Anmeldung, Dokumentation, Speicherfunktionen und Service. Der Rechner soll helfen, unvollständige Pauschalpreise zu erkennen – nicht ein Fachangebot ersetzen.
So lesen Sie das Ergebnis
Geschätzte Investition
Die Kostenspanne enthält eine modellhafte Komplettanlage und – falls gewählt – Speicher sowie eine mögliche Zählerschrankanpassung. Besondere Statikarbeiten, Dachsanierungen, lange Leitungswege, neue Hausanschlüsse, umfangreiche Tiefbauarbeiten oder individuelle Bauauflagen sind nicht pauschal eingerechnet.
Erzeugung pro Jahr
Der spezifische Ertrag wird in Kilowattstunden je Kilowattpeak angegeben. Für eine erste Gütersloh-Orientierung ist im Rechner ein vorsichtiger Ausgangswert hinterlegt. Dachausrichtung, Neigung, Verschattung, Anlagenverluste und Abregelung können den realen Wert verändern. Das Solardachkataster des Kreises Gütersloh liefert einen adressbezogenen Erstcheck; die verbindliche Planung benötigt anschließend eine Fachprüfung.
Jährlicher Nutzen
Selbst verbrauchter Solarstrom wird mit dem eingegebenen Haushaltsstrompreis bewertet. Überschüsse werden mit der eingegebenen Einspeisevergütung angesetzt. Der Rechner trennt beide Mengen, statt die gesamte Erzeugung mit dem Strompreis zu multiplizieren. Das verhindert eine häufige Überschätzung.
Einfache Amortisation
Die einfache Amortisation teilt den Mittelwert der Investitionsspanne durch den geschätzten jährlichen Nutzen. Finanzierungskosten, Strompreisänderungen, Degradation, Wartung, Reparaturen, Versicherung, Zählerkosten und ein späterer Komponententausch sind nicht enthalten. Das Ergebnis ist daher ein Vergleichswert und keine Renditeprognose.
Warum sich Angebote trotz gleicher kWp unterscheiden
- Dach und Montage: Dachform, Eindeckung, Höhe, Zugänglichkeit und Gerüst beeinflussen den Aufwand.
- Elektrotechnik: Zustand von Zählerschrank, Schutztechnik, Leitungswegen und Hausanschluss kann Zusatzarbeiten auslösen.
- Komponenten: Module, Wechselrichter, Speicher, Notstrom, Energiemanagement und Monitoring haben unterschiedliche Funktionen und Garantien.
- Leistungsumfang: Anmeldung, Netzbetreiberkommunikation, Inbetriebnahme, Dokumentation und Einweisung müssen eindeutig beschrieben sein.
- Service: Erreichbarkeit, Reaktionszeiten, Wartung und Hilfe bei Störungen sind nicht in jedem Angebot gleich enthalten.
Für einen fairen Vergleich
Stellen Sie mehreren Fachbetrieben dieselben Projektdaten zur Verfügung: Adresse, Stromverbrauch, Dachart, Fotos, geplante Wärmepumpe oder Wallbox, Speicherwunsch und gewünschter Umsetzungszeitraum. Vergleichen Sie danach nicht nur den Endpreis, sondern auch Anlagengröße, prognostizierten Ertrag, Eigenverbrauchsannahme, Komponenten, Garantien, Zahlungsplan und Ausschlüsse.